Hernienchirurgie an der Ilmtalklinik erhält Qualitätssiegel

Die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie wurde von der Deutschen Herniengesellschaft ausgezeichnet

Pfaffenhofen a.d.Ilm, 27.07.2021 - Der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen wurde von der Deutschen Herniengesellschaft das DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie" verliehen. Chefarzt Dr. Achim Hessenberger freut sich über die Auszeichnung: „Das DHG-Siegel bestätigt unsere Behandlungsqualität und unsere Expertise im Gebiet der Hernienchirurgie."

Die medizinische Fachgesellschaft DHG setzt bei der Zertifizierung hohe Maßstäbe: Die Teilnahme an qualitätssichernden Studien und die Verleihung des DHG-Siegels sind Voraussetzungen für die Zertifizierung eines Hernienzentrums. „Wir nehmen seit ca. einem Jahr an der Qualitätssicherungsstudie der Deutschen Herniengesellschaft teil. Hiermit stellen wir uns den strengen Qualitätskriterien der DHG und bieten den Patienten zusätzlich einen Verlaufstermin zur Befundkontrolle ein Jahr postoperativ an. Dies ist eine notwendige Vorbereitung auf die geplante Zertifizierung eines Hernienzentrums an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen", so Dr. Hessenberger.

Hernien und ganz besonders der Leistenbruch sind regelrechte Volkskrankheiten. Hernien treten durch eine Schwachstelle in der Bauchdecke zum Beispiel als Nabel- oder Leistenbruch auf. Dabei können Baucheingeweide durch den Defekt an der Bauchdecke vorfallen und nach außen dringen. „Bei einer Hernie kommt man in den meisten Fällen an einer Operation nicht vorbei", erklärt der Chefarzt. Die Behandlung einer Hernie – insbesondere der Narbenhernie – bedarf einer großen Erfahrung. Die meisten Operationen werden heute laparoskopisch (Schlüssellochtechnik) durchgeführt. An der Ilmtalklinik Pfaffenhofen werden jedes Jahr deutlich über 200 Hernien operiert. „Der Bereich der Hernienchirurgie geht von der einfachen Nabelhernie bis zur komplexen Narbenhernie. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Operationstechniken sowie Implantate. Wir legen großen Wert darauf, für den Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen. Daher ist es wichtig, für jeden einzelnen Patienten die bestmögliche Technik auszuwählen und die entsprechenden Techniken auch zu beherrschen," sagt Dr. Hessenberger.

Um die Ergebnisse und die Qualität der Hernienchirurgie zu verbessern, wurde im Jahr 2009 die gemeinnützige Gesellschaft Herniamed ins Leben gerufen. Das bundesweite Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurgen hat das Ziel, die Ergebnisse der Hernienchirurgie laufend zu verbessern. Kernpunkt des Herniamed-Projekts ist eine internetbasierte Qualitätssicherungsstudie. Auf der Basis der Ergebnisse dieser Studie können die Experten die besten Therapieoptionen für die Patienten erarbeiten.

Chefarzt Dr. Achim Hessenberger freut sich mit seinen Oberärzten über die Auszeichnung. V.l.: Diana Lindner, Franz Richichi, Dr. Achim Hessenberger, Dr. Thomas Harzenetter

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