Modell erweist sich als voller Erfolg
Zwei Jahre erfolgreicher Notarztdienst im Landkreis: Modell mit Ärzten der Ilmtalklinik erweist sich als voller Erfolg
Pfaffenhofen, 13.05.2026 – Ein durchwegs positives Fazit ziehen die Verantwortlichen des Notarztdienstes im Landkreis Pfaffenhofen nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit zwischen der Ilmtalklinik und dem Rettungsdienst: Das Modell mit festangestellten Notärzten der Klinik hat sich mit einer Ausfallquote von unter zwei Prozent als äußerst leistungsfähig und zuverlässig erwiesen.
Am 1. April 2024 startete das neue Dienstplanmodell im Landkreis. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden dabei insgesamt 2.468 Notarzteinsätze am Standort Pfaffenhofen verzeichnet. Dies entspricht einer beeindruckenden Gesamtleistung von etwa 17.520 Stunden im Notarztdienst. Besonders hervorzuheben ist dabei die außergewöhnlich hohe konstante Verfügbarkeit: Das Notarzteinsatzfahrzeug war im genannten Zeitraum lediglich für knapp 262 Stunden bei der Leitstelle in Ingolstadt abgemeldet. Im Umkehrschluss bedeutet dies eine Einsatzbereitschaft von rund 98,5 Prozent – ein Wert, der nach Einschätzung der Verantwortlichen außerhalb von Großstädten nahezu einzigartig ist. In vielen ländlichen Regionen Bayerns liegt die Verfügbarkeit des Notarztdienstes – abhängig von Personalstruktur und Organisation – oft nur in einem Bereich von etwa 90 bis 95 Prozent.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor liegt in der Struktur des Modells: Die freiberuflich tätigen Notärzte der Region werden durch vier festangestellte Notärzte der Ilmtalklinik ergänzt, die geplante Dienste übernehmen und somit die hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Die an der Klinik in Teil- oder Vollzeit angestellten Ärzte übernehmen derzeit wöchentlich drei Tagdienste von 07:00 bis 18:00 Uhr sowie zwei Nachtdienste von 18:00 bis 07:00 Uhr des Folgetages.
Neben den außerordentlichen Zahlen lässt sich auch die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Notarztgruppe hervorheben. Die Notfallmediziner der Ilmtalklinik, Dr. Thomas Neißendorfer, Dr. Georg Maier, Dr. Christian Leitner und Dr. Wolfgang Kern, sind mit Leib und Seele bei der Sache und engagieren sich neben ihrer Festanstellung auch freiberuflich im Notarztdienst, um Engpässe zu überbrücken, wenn Not am Mann ist. Nur so lässt sich die geringe Ausfallquote von 1,5 Prozent halten. Die Verantwortlichen des Rettungsdienstes und die Mediziner sind sich einig: Dieses Konzept stärkt die Notfallversorgung im Landkreis Pfaffenhofen nachhaltig und kann als Vorbild für andere Regionen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen in der Sicherstellung des Notarztdienstes stehen.
Symbolbild