MANV
Erfolgreiche Übung zu Massenanfall von Verletzten stärkt Zusammenarbeit zwischen Ilmtalklinik, Integrierter Leitstelle Ingolstadt und BRK-Rettungsdienst
Pfaffenhofen, 04.08.2026 - Ein Massenanfall von Verletzten, kurz MANV, infolge eines Verkehrsunfalls mit einem Reisebus war das realistische Übungsszenario, das am Samstag, 25. Juli 2026 gemeinsam von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ilmtalklinik Pfaffenhofen, der Integrierten Leitstelle Ingolstadt sowie dem Bayerischen Roten Kreuz durchgeführt wurde. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und bestehende Abläufe zu überprüfen.
„Ein sogenannter MANV bezeichnet eine Einsatzlage, beispielsweise ein Bus- oder Zugunglück, aber auch Amokläufe oder Terrorangriffe, in welcher in kurzer Zeit so viele verletzte oder erkrankte Personen gleichzeitig und zusätzlich zum regulären Patientenaufkommen versorgt werden müssen, dass dies nur durch ein gut koordiniertes Vorgehen durch alle beteiligten Organisationen erreicht werden kann. Solche Lagen unterscheiden sich massiv vom Routinebetrieb einer Notaufnahme“, erläutert Dr. Ralf Zarth, der Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin der Ilmtalklinik.
An der Übung beteiligten sich insgesamt rund 45 Mitarbeitende des Krankenhauses, der Integrierten Leitstelle Ingolstadt sowie des Rettungsdienstes und der Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes mit drei ehrenamtlich besetzten Rettungswagen (RTW), welche außerhalb der regulären Vorhaltung für diese Übung bereitgestellt wurden. Auch drei externe Beobachter waren vor Ort, um hinterher eine fundierte Bewertung zu erhalten. Insgesamt wurden 12 Verletzte versorgt, die von Schülerinnen und Schülern der Klinik sowie Mitgliedern der BRK-Jugend realitätsnah dargestellt wurden. Das Verletzungsmuster umfasste zwei Schwerstverletzte, drei Schwerverletzte sowie sieben Leichtverletzte. Dadurch konnten die Alarmierungs- und Behandlungsabläufe unter unterschiedlichen medizinischen Prioritäten umfassend geübt werden. Im Mittelpunkt standen die Auslösung der internen und externen Alarmierungsschleifen, die strukturierte Patientenübergabe vom Rettungsdienst an die Klinikmitarbeiter der Notaufnahme, die Sichtung (Triage), die medizinische Erstversorgung sowie die enge Kommunikation zwischen Leitstelle, Rettungsdienst und Krankenhaus. Die Übung bot allen Beteiligten die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit zu festigen und wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall zu gewinnen.
Christoph Seika, Betriebsleiter der Medizinischen Versorgungszentren und Risikomanager der Ilmtalklinik GmbH, bewertet insbesondere den übergreifenden Charakter der Übung positiv: „Wir müssen in einer solchen Großschadenslage je nach Szenario bereits in kürzester Zeit die Patienten versorgen, zeitgleich die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses massiv erhöhen und uns dabei kontinuierlich mit Leitstelle und Rettungsdienst, gegebenenfalls auch mit Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz abstimmen. Dass wir nicht nur isoliert geübt haben, sondern gemeinsam mit unseren Partnern, ist sehr erfreulich“. Obwohl man mit den Übungsablauf zufrieden ist, werden in den kommenden Wochen verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um noch besser vorbereitet zu sein, so Seika weiter.
Auch Benedikt Schweigard, Kreisfachdienstleiter für Information und Kommunikation der BRK-Bereitschaften und Mitorganisator der Übung, zeigt sich erfreut über den Ablauf der Übung, die in Zukunft auch wiederholt werden soll.
Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden. Durch ihr großes Engagement und ihre professionelle Mitarbeit konnte die Übung erfolgreich durchgeführt werden und leistet einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Notfallversorgung in der Region.
Die Übung bestätigte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ilmtalklinik, Integrierter Leitstelle Ingolstadt und BRK-Rettungsdienst